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Schwarz-Weiß-Fotografie

Die Aufnahme von Schwarz-Weiß-Bildern ist ein faszinierender Bereich der Fotografie. Wenn man bei seinen Fotos auf Farben verzichtet, wird der Blick des Betrachters voll und ganz auf Formen, Muster und Helligkeit gelenkt. Die Aufnahmen wirken so ganz anders, oft viel künstlerischer und abstrakter. Auch im Bereich der digitalen Fotografie spielen Schwarz-Weiß-Aufnahmen eine besondere Rolle. Diese kleinen Kunstwerke leben von ihren Kontrasten und einem gekonnten Bildaufbau.

Das passende Motiv finden

Auch in diesem monochromen Bereich der Fotografie ist die Auswahl geeigneter Motive nahezu unbegrenzt. Das gleiche gilt für die fotografischen Ansprüche. Eine Eigenschaft aber sollten alle für eine Schwarz-Weiß-Darstellung geeigneten Motive mitbringen: Die Fotos sollten so kontrastreich wie nur möglich sein.

 

tobiasschmidt

Ein guter Schwarz-Weiß-Fotograf sollte in der Lage sein Helligkeitsunterschiede, Strukturen und Linien wahrzunehmen. Er darf sich auf keinen Fall von schönen oder langweilig wirkenden Farben ablenken lassen. Eine Kamera mit Display unterstützt einen beim Üben des Schwarz-Weiß-Sehens. Man kann seine Einschätzung eines Motivs nämlich direkt monochrom auf dem Gerät überprüften. Oft dauert es eine Zeit, bis man das richtige Gespür für die perfekten Kontraste in einer guten Schwarz-Weiß-Aufnahme bekommt. Schöne Farbkontraste sind nämlich nicht ausreichend. Wenn keine Helligkeitsunterschiede im Bild sind, wirkt das Bilde monochrom oft flau und matschig.Passen die Kontraste gut, kann es dann aber sein, dass ein Bild Schwarz-Weiß erst so richtig zur Geldung kommt. Manches Schwarz-Weiß-Bild verliert in Farbe dann sogar wieder seinen besonderen Reiz.

Das Bild richtig aufnehmen

Am einfachsten fotografiert man ein Schwarz-Weiß-Bild, indem man den monochromen Bildstil seiner Kamera auswählt. Die Kamera verwirft dann bei der Aufnahme alle Farbinformationen. Das Bild setzt sich nur noch aus Helligkeitswerten der einzelnen Pixel zusammen. Das Ergebnis kann man dann zwar unmittelbar auf dem Display begutachten, eine Nachbearbeitung ist aber nur sehr eingeschränkt möglich.

Um wirklich eindruckvolle Schwarz-Weiß-Bilder zu machen, muss man nach dem Fotografieren noch etwas Zeit in die Bildbearbeitung stecken. Schon bei der analogen Schwarz-Weiß-Fotografie war es so, dass man nicht ohne intensive Arbeit in der Dunkelkammer auskam.

Am besten ist es daher, bei der Aufnahme die Einstellungen so vorzunehmen, dass alle Informationen, insbesondere auch die Farbinformationen, mit abgespeichert werden. Bei den meisten Kameras kann man die Anzeige auf dem Display unabhängig vom Aufnahmemodus einstellen. Auf dem Display wird dann, auch wenn alle Bildinformationen abgespeichert werden, trotzdem nur das schwarz-weiße Bild angezeigt. So ist man immer noch in der Lage, die Kontraste unmittelbar nach der Aufnahme auf dem Display zu beurteilen.

Das Foto nachbearbeiten

Die Nachbearbeitung eines Schwarz-Weiß-Fotos am Computer ist eine Kunst für sich. Auch hier sollten, wenn man wirklich gute Ergebnisse erzielen will, auf keinen Fall die Farbinformationen einfach verworfen werden. Vielmehr führt der ideale Weg über die Kanalmixer. Man erzielt damit immer bessere Ergebnisse, als wenn man das Farbbild einfach nur übersättigt.

Jedes RGB-Bild setzt sich ja aus den drei Farben Rot, Grün und Blau zusammen. Diese Farben kann man in fast jedem Bildbearbeitungsprogramm in Farbkanälen darstellen. Diese Kanäle kann man dann wiederum für eine optimale Schwarz-Weiß-Umwandlung nutzen.

Der Vorteil hier ist, dass man die Helligkeitsinformationen der drei Farbkanäle überlagern kann. Dabei rettet man so viel Kontrast wie nur möglich ins Schwarz-Weiß-Bild. Das Motiv erscheint deshalb schön knackig, vorausgesetzt das Ursprungsbild war kontrastreich genug.

 

Quelle des Bildes: http://fokussiert.com/2008/07/24/irische-drachenburg-warum-schwarzweiss/

Quelle des Bildes: http://www.schiebener.net/wordpress/?p=20780

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