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Porträtfotografie – nicht nur die Abbildung der Persönlichkeit

Mittlerweile ist beinahe jeder im Besitz einer modernen Digitalkamera und hält die verschiedensten Eindrücke fest. Ob der Schnappschuss bei der Familienfeier, das Landschaftspanorama im Urlaub oder auch die Tier- oder Pflanzenfotografie, die die Schönheiten der Natur wiedergeben – jeder hat schon fotografiert. Meist handelt es sich um Aufnahmen für das private Album – aber auch so manche professionelle Aufnahme ist so entstanden. Sicher war auch so manche Nahaufnahme von Menschen dabei. Doch an die richtige Porträtfotografie trauen sich die wenigsten Hobbyfotografen heran.

 

Die Porträtfotografie gehört zwar zu den Königsdisziplinen der Fotografie, doch wenn man als Hobbyfotograf einige grundlegende Dinge beachtet, gelingt sicher so manches Porträt. Dabei muss es noch nicht einmal unbedingt nur ein menschliches Porträt sein, denn auch Tierporträts sind sehr beliebt, allerdings erfordern die Motive manchmal etwas mehr Geduld beim Fotografen.

Kategorien und Perspektive in der Porträtfotografie

Porträts lassen sich grob in die Kategorien objektive und inszenierte Porträts, Schnappschüsse und arrangierte Beauty-Aufnahmen unterteilen. Dabei gilt es nicht nur darum, das Motiv von seiner besten Seite abzulichten, sondern ein Foto von jemandem zu machen, das seiner individuellen Persönlichkeit Ausdruck verleiht. Dabei sollte vor allem besonderes Augenmerk auf die Perspektive der Aufnahme gelegt werden.

Ein frontales Porträt wirkt oft ein wenig plump, weshalb man hier eher eine Mischung aus Frontal- und Halbprofil verwendet, bei dem der Oberkörper im Profil abgelichtet wird, währen das Gesicht frontal in die Kamera schaut. So entsteht eine gewisse Spannung und Dynamik im Bild. Beim Porträtfoto im Halbprofil hingegen sieht
man das Motiv halb von der Seite, was beispielsweise bei unterschiedlich großen Augen vorteilhaft wirkt. Auch ein markantes Profil, kann sehr interessante Eindrücke bieten. Selbstverständlich ist auch auf die Höhe der Kameraposition zu achten. Auf Augenhöhe trifft man in der Regel den Menschen auch im wahren Leben. Ist die Kameraposition oberhalb, läuft man schnell Gefahr dem Motiv eine traurige oder unterwürfige Rolle zuzuweisen, während bei der Perspektive von unten schnell Hochnäsigkeit oder Arroganz impliziert werden kann.

Tipps zu Ausrüstung und Licht

Für die Fotografie von Porträts eignet sich natürlich in erster Linie die Spiegelreflexkamera, jedoch liefern auch Kompaktkameras mit manueller Einstellung oder Porträt-Automatik recht brauchbare Ergebnisse. Die Brennweite des Objektivs der Spiegelreflexkamera sollte etwa 50 bis 100 mm betragen. Um den Hintergrund des Porträts unscharf abzubilden, sollten Sie große Blendenöffnung zwischen 2,8 und 5,6 gewählt werden. Im Modus „Porträtautomatik“ nehmen die meisten Kameras die wichtigsten Einstellungen automatisch vor.

Selbstverständlich gehören ein Stativ, sowie ein externer Blitz für indirektes Blitzen und ein entsprechender Reflektor zur Ausrüstung, um beispielsweise schattenfreies Licht für die Abbildung lebenslustiger Menschen zu nutzen.Nachdenkliche Menschen sollten dafür eher in gedämpftem Licht fotografiert werden.

Für ein klassisches Porträtfoto benötigt der Fotograf mindestens zwei bis drei Lichtquellen. Während das Hauptlicht leicht von der Seite gesetzt werden sollte, ist eine Aufhellung durch einen Reflektor von der anderen Seite sinnvoll. Ebenso ist eine Hintergrundbeleuchtung empfehlenswert. Bei Bedarf kann ein Gegenlicht gesetzt werden, das das Porträt vom Hintergrund trennen kann. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei den Augen, diese sollten unbedingt mit Glanzpunkten versehen werden, da ein Porträt sonst sehr schnell leblos wirken kann.

Farbe und Make-up

Je nach Kategorie, Verwendungszweck und Ziel sollte bei der Fotografie von Porträts Make-up zur Anwendung kommen. Besonders in der Beauty-Fotografie ist hochwertiges Puder und pigmentreiches Make-up unverzichtbar, welches das Gesicht im Blitzlicht nicht unnötig aufhellen lässt.

Sollen die Porträtfotos natürlich den realen Eindruck des Motivs abbilden, verzichtet man selbstverständlich auf Make-up und andere Hilfsmittel. Oftmals geht es ja gerade darum den Menschen so abzulichten, wie er ist und da liefert jede Falte im Gesicht ihren ganz besonderen Anteil. Hier empfiehlt sich einfach mit allen möglichen Perspektiven zu experimentieren.

Ebenso ist es mit der Farbe der Bilder selbst, denn Schwarz-weiß Fotos haben eine zeitlose Ausstrahlung und sind im Moment wieder ganz schwer im Kommen. Hier empfiehlt es sich jedoch auf die Fähigkeiten moderner Bildbearbeitung zu vertrauen und zuerst Farbporträtfotos zu machen, welche dann per Bildbearbeitung am PC in Schwarz-Weiß-Bilder verwandelt werden.

Allen, die sich mit dem Thema Porträtfotografie näher befassen wollen sei nur gesagt, dass auch hier nur häufiges Experimenteren mit Licht, Perspektive, Bildausschnitt und natürlich auch Motiv zum gewünschten Ergebnis führt.

 

Weiter Tipps zur Portraifotografie: http://kwerfeldein.de/2007/11/16/goldene-tipps-zur-portraitfotografie/
Weiter Tipps zur Portraifotografie: http://pixeltuner.de/portraitfotografie/
Quelle des Bildes:  http://www.fotografie-tipps-tricks.de/2010/09/portraitfotografie-teil-2-frauen.html

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