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Pflanzenfotografie – Tipps für florale Meisterwerke im Bild (Teil 1)

Denkt man an Pflanzenfotografie assoziiert man gemeinhin Bilder von Blumen, Blüten, Blättern oder Bäumen. Schon diese Aufzählung macht deutlich, wie vielfältig das Feld der Pflanzenfotografie sein kann. Reicht sie doch von der Makroaufnahme von Pflanzen und deren Teile, die kleinste Details abbildet sollen bis hin zu Aufnahmen von Pflanzen, Bäumen oder Baumgruppen, die durch ihre Größe eine eindrucksvolle Wirkung erzielen. Natürlich hat auch hier die Digitalfotografie zu einem Wandel geführt und immer mehr Hobbyfotografen nutzen die Gelegenheit, die die modernen Digitalkameras und natürlich auch die Motive in ihrer Vielfalt bieten.

 

 

Pflanzenfotografie – verschiedene Sichtweisen auf ruhende Motive

Diese Motive des Pflanzenfotografen haben alle eins gemeinsam. Sie halten normalerweise still. Egal ob man die winzigen Blütenstände von Moosen fotografieren möchte, Blütenknospen ins Visier nimmt oder Aufnahmen von riesigen Bäumen in ihrer ganzen Dimension machen will – alle Motive verändern sich während der Fotosession nicht. Somit wird dem Fotografen die Möglichkeit gegeben, ein Motiv aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und festzuhalten. Deshalb liegt aber die Hauptaufgabe des Pflanzenfotografen einmal mehr darin, die richtige Sichtweise auf das Objekt zu finden und später dem Betrachter zu präsentieren. Ein besonders wichtiges Thema bei der Pflanzenfotografie ist deshalb auch die Tiefenschärfe, die man als besonderes Gestaltungselement einsetzen kann, um das Motiv selbst besonders hervorzuheben und den Hintergrund und unwichtige Details eher unscharf und fließend zu zeichnen. Meist werden hierzu kleinere Blenden mit längeren Verschlusszeiten eingesetzt.

Die Ausrüstung des Pflanzenfotografen

In erster Linie richtet sich die Ausrüstung natürlich nach dem Gebiet, das der Pflanzenfotograf bearbeiten will. Auch hier ist der Einsatz einer Spiegelreflexkamera anzuraten, die einen problemlosen Wechsel des Objektivs gestatten. Richtet sich das Interesse auf Makroaufnahmen von Pflanzen, sollten Makroobjektive zum Einsatz kommen, die jedoch recht teuer sind. Viele moderne Zoomobjektive verfügen allerdings auch über eine Makrofunktion, die allerdings meist nur bis zum Maßstab von 1:4 darstellen. Bei modernen Objektiven hat der Fotograf die Möglichkeit, zusätzliche Vorsatzlinsen auf das Objektiv zu schrauben, um näher heranzukommen, wodurch jedoch auch der Aufnahmewinkel weiter eingeengt wird. Soll es noch weiter ins Detail gehen, helfen Zwischenringe, die zwischen Kamera und Objektiv gesetzt werden und eine Auszugsverlängerung bewirken, um dem Objektiv zu einer kürzeren Naheinstellgrenze zu verhelfen. Wer ganze Pflanzen fotografieren will, kommt bereits mit einem Objektiv mit Brennweiten von 50-100 mm ganz gut zurecht. Wer sich jedoch eher auf größere Objekte, wie Bäume spezialisiert, ist mit einem Weitwinkelobjektiv gut beraten. Selbstverständlich gehört auch bei der Pflanzenfotografie wieder ein oder mehrere Stative zur Standardausrüstung, denn auch wenn das Fotoobjekt ruht, kommt es ohne Stativ besonders bei längeren Belichtungszeiten meist unweigerlich zum Verwackeln.

Die Natur liefert das beste Licht für Pflanzenfotografen

Das Thema künstliche Beleuchtung spielt in der Pflanzenfotografie eine eher untergeordnete Rolle, denn viele Objekte findet man in der Natur unter freiem Himmel, wo in der Regel sowieso die besten Lichtverhältnisse herrschen. Und gerade das unterschiedliche Licht in der Natur, das oftmals auch noch unglaublich schöne Reflexionen hervorruft, ist ja das reizvolle an Pflanzenaufnahmen. Man denke nur an ein paar funkelnde Tautröpfchen auf frischen grünen Blättern oder Blüten – ein klassisches Motiv der Pflanzenfotografie. Im Bereich der Makrofotografie, wo vielleicht besondere Detail herausgearbeitet werden sollen oder wo Pflanzen und Pflanzenteile in geschlossenen Räumen, fotografiert werden sollen, empfiehlt sich der Einsatz spezieller Makroblitze.

Bei aller Technik ist das Hauptwerkzeug des Fotografen allgemein und des Pflanzenfotografen im Besonderen der Blick für die Schönheit und das Detail.

Lesen Sie im zweiten Teil, wie man als Pflanzenfotograf herangeht, um eine Pflanze eindrucksvoll in Szene zu setzen oder sie im Kontext mit ihrem Standort abzulichten.

 

Quelle des Bildes. fotos.sc

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