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C/O Berlin: Ein kommunikatives Zentrum für Fotografie

8_amerika_haus_draussen_neuDas C/O Berlin ist ein Ausstellungshaus für Fotografie und Visuelle Medien. Das Projekt begann im Jahre 2000 als private Initiative im ehemaligen Postfuhramt in Berlin Mitte. Und wurde zur privaten Stiftung mit Sitz im Amerikahaus in der Nähe vom Zoo Berlin. Am neuen Standort eröffnete das C/O Berlin im Dezember 2012 seine Pforten. Die erste Ausstellung des C/O im Postfuhramt war eine Retrospektive der Agentur Magnum. Die Eröffnungsausstellung am neuen Ort im Amerikahaus hat das Thema wieder aufgegriffen. „Magnum Contact Sheets“ zeigte mehr als 100 Kontaktbögen aus über sieben Jahrzehnten. Die Ausstellung gab Einblicke in den sensiblen und manchmal umstrittenen Weg des Bildes vom Kontaktbogen zum veröffentlichten Werk. Ein Auswahlprozess.

Der Inhalt bestimmt die Form: Ein besonderer Auswahlprozess

Am Anfang des C/O stand ein gemeinsames Interesse an Fotografie. Der Fotograf Stephan Erfurt, der Designer Marc Naroska und der Architekt Ingo Pott begannen im Jahr 2000, einen Raum für Fotografie zu iniitieren.

Ein Umzug von Ost nach West

Zuerst war dieser Ort das Postfuhramt in Berlin Mitte. Doch diese Gebäude sollte verkauft werden. Engagierte Demonstrationen für dessen Erhalt als künstlerischen Ausstellungsort konnten diesen Prozess nicht aufhalten. So suchte das C/O nach einer Alternative. Und fand diese ein paar Straßen weiter in der Linienstraße 144. Die Gründer des C/O blieben in Verhandlungen um das Postfuhramt und es gelang ihnen 2006 wieder dort einzuziehen. Die Ausstellungen zeigten Werke renommierter Fotokünstler: Annie Leibovitz, Nan Goldin, Robert Mapplethorpe, Sibylle Bergemann. Doch die Räume waren nicht lange sicher. Das Postfuhramt wurde letztlich doch
verkauft. Es folgten von 2010 bis 2012 zwei Jahre ohne Ausstellungsfläche. Dann wurde ein neues Ausstellungshaus gefunden: das Amerikahaus am Zoo. Es folgte ein Umzug von Ost nach West, von einem etwas maroden Bau der Kaiserzeit in ein aufwendig saniertes Gebäude der 50iger Jahre.

Als Ausstellungshaus vom Kunstmarkt unabhängig agieren

“Das wirkliche Kapital der Stiftung sind die Menschen, die die Idee einer internationalen Kulturinstitution umsetzen und leben.” (www.co-berlin.info,12 Fragen zum C/O Berlin, 02.02.2015) Das gemeinsame inhaltliche Interesse und das Anliegen unabhängig vom Kunstmarkt zu agieren, besteht noch heute. Durch die Trägerschaft als Stiftung
steht die Idee und das gemeinsame Interesse im Vordergrund. Als rein privat finanziertes Ausstellungshaus vertritt das C/O keine Künstler und ist kein Teil des Kunstmarktes. Dies ist eine Besonderheit in der deutschen Museumslandschaft. Als private Stiftung kann es vom Kunstmarkt unabhängig agieren und konzentriert sich auf die Menschen und das gemeinsame Interesse an Fotografie.

Das Profil des C/O: Renommierte Künstler, junge Talente & Vermittlungsarbeit

Alte Hasen & künstlerische Neuentdeckungen

Das C/O hat ein sehr eigenes Profil entwickelt. Gezeigt werden Werke bereits renommierter Künstler und gleichzeitig werden Werke junger Fotokünstler präsentiert. Die Förderung junger Talente erfolgt über Ausstellungen und Publikationen. Für die Aufnahme ins Talents Programm können sich noch unbekannte Fotokünstler bewerben.

Projektarbeit mit Kindern und Jugendlichen

Im Sinne der Gründungsidee, dem Interesse an Fotografie, ist das C/O seit 2003 ein Ort für Entdeckungsreisen durch visuelle Welten für Kinder und Jugendliche von sechs bis siebzehn Jahren. Auf spielerischen Wegen kann Fotografie kennengelernt und die visuelle Wahrnehmung geschult werden. Das Bildungsprogramm ist vielfältig. Es reicht von Fotoexperimeneten bis hin zu fotografischen Bildersuchen und selbst erdachten Fotostrecken.

Kooperationen

Das C/O Berlin kooperiert weltweit mit Museen und kulturellen Institutionen. Zurzeit präsentiert das C/O Berlin in Kooperation mit den 65. Internationalen Filmfestspielen Berlin das Projekt “Close Up!”. Vom 5. bis 15. Februar 2015 erhalten 13 junge Fotografen die Möglichkeit, sich während der Berlinale als professionelle Fotojournalisten auszuprobieren. Eine Fachjury des C/O prämiert die Werke, die danach im Amerikahaus ausgestellt werden.

Eigenverlag und Editionen – Direkte Unterstützung

Das C/O gibt eigene Publikationen heraus. Signierte Kataloge und limitierte Fotoeditionen von jungen Talenten und bekannten Klassikern können erworben werden. Mit dem Kauf wird die Arbeit direkt unterstützt. Die Erlöse fließen komplett in das Ausstellungs- und Bildungsprogramm.

Das Team des C/O heute

Das heutige Team des C/O besteht aus 50 Personen. Die Gründungsmitglieder wirken noch immer mit. Stefan Erfurt ist seit Januar 2013 Vorsitzender des Vorstandes des C/O Berlin. Marc Naroska ist Mitglied des Kuratoriums und verantwortlich für die Markenstrategie und das Design. Ingo Pott arbeitet als Architekt – in der Linienstr. 144, die zeitweise Ausstellungsort des C/O war. Er wirkt beim Bildungsprogramm als Projektpartner mit.

Neue Heimat für die fotografische Kunst

Das engagierte und ehrliche Interesse für Fotografie sowie die Vermittlung von Wissen und Inspiration des C/O ist anziehend. Der Mix von renommierten Ausstellungen, die Besucherströme anziehen und der Förderung junger Talente ist überzeugend.

Das Amerikahaus könnte nun eine langfristige Heimat für die Liebe zur fotografischen Kunst sein.

Öffnungszeiten der Ausstellung:

  •  Täglich 11–20 Uhr

Öffnungszeiten des Cafés:

  • Täglich 10–20 Uhr

Eintrittspreise:

  • 10 Euro / ermäßigt 5 Euro
  • Gruppen ab 10 Personen: 8 Euro/ 4 Euro ermäßigt
  • Jahreskarten: 40 Euro
  • Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr haben freien Eintritt.

Social Media Kanäle:

 

Bildquelle: http://www.davidvonbecker.com/
Bildquelle: http://www.co-berlin.org/en/amerika-haus

Filed in: Fotografie-Allgemein
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